Veröffentlichungsdatum:8. September 2026
Lisa Nohl

Wenn aus Planung Realität wird: Der erste Wasserstoff aus Lingen erreicht Marl

Viele Partner haben Jahre auf genau diesen Moment hingearbeitet: Zum ersten Mal ist erneuerbarer Wasserstoff aus Lingen über das gemeinsame Leitungsnetz von OGE, Nowega und SYNEQT bis zum Chemiepark Marl transportiert worden.

Damit haben wir einen wichtigen Meilenstein im Projekt GET H2 Nukleus erreicht und einen wirklich wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer funktionierenden Wasserstoff­wirtschaft gemeistert.

Erst kürzlich war es endlich soweit: Der erste erneuerbare Wasserstoff aus den Elektrolyse­anlagen von RWE in Lingen hat Marl erreicht. Über rund 120 Kilometer Infrastruktur von OGE, Nowega und SYNEQT fließt der Wasserstoff nun genau dorthin, wo er gebraucht wird: direkt zur industriellen Nutzung im Chemiepark Marl.

Was bislang mit viel Herzblut geplant, entwickelt, genehmigt, gebaut, geprüft und in Betrieb genommen wurde, funktioniert nun auch im Zusammen­spiel aller Projektpartner und die Bausteine der Wasserstoff-Wertschöpfungs­kette greifen erstmals im Realbetrieb ineinander.
 

Ein Meilenstein für den Wasserstoff­hochlauf 

Für OGE bedeutet dieser Tag weit mehr als die erfolgreiche Inbetriebnahme einer Leitung.

Mit dem GET H2 Nukleus gehen unsere ersten Wasserstoff­leitungen in den Netzbetrieb. Gleichzeitig sammeln wir wichtige Erfahrungen für das zukünftige Wasserstoff­system und erproben zentrale Prozesse unter realen Bedingungen. Der erfolgreiche Transport von Wasserstoff von der Erzeugung bis zur industriellen Nutzung zeigt: Der Wasserstoff­hochlauf findet nicht mehr nur auf Papier statt. Er wird Realität.
 

Wie geht’s jetzt weiter?

Mit diesem Meilenstein sind wir noch lange nicht am Ende, im Gegenteil. Wir stehen am Anfang, weitere Projekte sind entweder bereits fertiggestellt oder aktuell in Umsetzung. Dazu gehören unter anderem die Anbindung eines Wasserstoff­speichers in Epe sowie weitere Leitungs­projekte zur Versorgung zusätzlicher Industrie­standorte. Somit ist die Inbetrieb­nahme des GET H2 Nukleus erst der Startschuss für das, was noch vor uns liegt.